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Interviewoo mit wampediboo: die veganen Food-Blogger “Eat This” aus Ulm

Gepostet am Jun 15, 2017 von in Allgemein, Ernährung | Keine Kommentare

Vegan Leben? Während vor vier, fünf Jahren noch Sätze wie “Die essen meinem Essen das Essen weg” fielen, Oma erstmal “Wega-was?!” fragte, oder Veganer gleich ganz in der Schublade mit den Vegetariern verschwanden, gibt’s heute in jeden Restaurant oder Supermarkt tierlose Alternativen – die ganz nebenbei ziemlich yogisch sind. Die Regale in Buchhandlungen sind mittlerweile voll mit veganen Lektüren. Vier davon haben Nadine Horn und Jörg Mayer (beide 34) alias Eat this aus Ulm geschrieben. Die beiden Blogger teilen ihre veganen Rezepte mit der Web-Welt – und mit wampediboo ihre größte Food-Schwäche.

Ich finde: Kochen ist Meditation. Was sagt ihr dazu?
Jörg: Absolut! Kochen ist für uns absolute Entspannung. Bei Rezepten, die man schon aus dem Effeff kennt, kann man wunderbar abschalten, bei neuen Ideen ist man nur auf dieses Rezept konzentriert.

Was ist denn euer Lieblings-Abschalt-Rezept?
Jörg: Sushi. Wir lieben Sushi.

Sushi geht vegan ja ganz easy. Wie sieht’s mit Schnitzel oder Eiern aus? Bei Youtube und Co gibt es nette Anleitungen zum Eier selbst herstellen. Absoluter Quatsch der geniale Idee?
Jörg: Wir verstehen den Spaß daran absolut – macht ja auch riesig Laune, das Experimentieren. Und zudem sind wir ja nicht vegan geworden, weil wir Geschmack oder Konsistenz von tierischen Zutaten nicht mochten.

Sondern?
Nadine: Aus rein ethischen Gründen. Wir waren vorher beide länere Zeit Vegetarier und haben irgendwann gemerkt, dass das einfach nicht ausreicht, um Tierleid so gut es geht zu vermeiden.

Seit 2005 lebt ihr vegan: Damals galten Veganer noch als Exoten oder Spinner. Wie war das damals für euch?
Nadine: Vor mehr als zehn Jahren war es auf jeden Fall noch ein bisschen aufregender als heute. Das Kochen und die Umstellung zu Hause ist uns von Anfang an wirklich sehr leicht gefallen, aber vor allem das Essen gehen und das häufige Erklären, was denn nun vegan überhaupt bedeutet, war früher auf jeden Fall um einiges anstrengender. Unsere Familien haben es zum Glück immer recht locker gesehen – auch meine Mama und meine Schwester leben vegan.

Wenn ihr damals mit heute vergleicht: Es lebt sich jetzt leichter als Veganer, oder?
Nadine: Heute ist es auf jeden Fall entspannter. Das Angebot veganer Produkte – auch außerhalb des Bioladens – ist groß und auch auf fast jeder Speisekarte findet man heute zumindest eine vegane Alternative. Die vegane Ernährung ist auf jeden Fall längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und wird sicherlich ein großes Thema bleiben. Gerade im Hinblick auf die wachsende Weltbevölkerung ist es auf jeden Fall auch die Ernährung der Zukunft.

Wie lebt es sich in Ulm als veganer? Könnte die Gastro-Szene mehr bieten?
Jörg: Naja, mehr geht ohnehin immer. Wir sind da vielleicht einfach auch genügsam oder haben uns damit arrangiert, sich in Restaurants durchzufragen. Wir finden es aber super, dass sich auch in Ulm langsam aber sicher der vegane Gedanke regt.

Wie wichtig ist euch der Gesundheitseffekt beim Essen?
Jörg: Wir legen großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Deshalb achten wir natürlich darauf, was wir uns zwischen die Kiemen schieben. Heißt: Viel frisches Gemüse – Fertigprodukte bleiben beim Einkauf bis auf wenige Ausnahmen im Regal liegen.

Die da wären…
Jörg: Hast du zwischendurch mal Lust auf ein fertiges Tofuwürstchen? Gönn’ dir! Aber eben in Maßen.

Auf was wollt ihr in der Küche nicht mehr verzichten?
Jörg: Auf frische Kräuter, unsere Gewürzsammlung und scharfe Messer. Außerdem gehören auch „Hot Sauces“ wie Sriracha einfach in den Vorratsschrank von Chilifans. Wir basteln auch immer an eigenen Chilisaucen.

Ihr bloggt, bastelt an Saucen…Was macht ihr denn sonst noch so?
Jörg: Im „richtigen“ Leben sind wir noch Grafikdesigner und Webworker. Und wenn dann noch ein bisschen Freizeit übrig bleibt, zieht’s uns raus zum Laufen, Mountainbiken und Fotografieren.

Joggen, Mountainbiken – wie schaut’s mit Yoga aus?
Jörg: An Yoga kommt ja niemand vorbei.

Ihr bloggt jetzt seit 2011, habt über 20.000 Follower bei Instagram und bereits vier Bücher veröffentlicht – was kommt da noch?
Jörg: Wir freuen uns riesig, dass im Juli mit „Vegan grillen kann jeder“ unser erstes Buch auch in Großbritannien erscheinen wird. Dann allerdings unter dem Namen „Vegan BBQ“.



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Sushi

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