Navigation Menu+

Das Asana-Einmaleins: Sirsasana

Gepostet am Aug 14, 2017 von in Allgemein, Übungen im Überblick | Keine Kommentare

Im Asana-Einmaleins will ich euch jede Übung erklären, euch sagen, was man dabei falsch machen kann und worauf es ankommt. Wichtig: Jeder Körper ist anders, manche können Asanas auf Anhieb, andere werden sie nie beherrschen, weil sie anatomisch nicht für jeden möglich sind. Und das ist okay so! Bitte übt achtsam – ja, jetzt kommt wieder so ein yogisches Geschwafel – aber wenn meine Yogalehrer-Ausbildung mir etwas gezeigt hat, dann vor allem, wie man Übungen korrekt ausführt und gleichzeitig nur so weit geht, wie es der Körper auch zulässt.
Also copy and pasted euch das für eure eigene Yoga-Praxis. #staywampedi


(Salamba) Sirsasana – (Unterstützter) Kopfstand

Der Kopfstand ist die Asana im Yoga. Quasi die Königshaltung. Warum? Die Antwort ist komplex. Körperlich gesehen soll uns bei dieser Übung die Last aus den Beinen genommen werden. Klingt komisch – weil’s für Anfänger ja doch recht anstrengend ist, in die Pose zu kommen…aber den Beinen, die uns den ganzen Tag tragen, soll eine Ruhe gegönnt werden.

Zum anderen wird im Yoga auch die Sicht aus anderen Perspektiven gelehrt. Wer Yoga macht, sollte also die Welt nicht nur aus seiner gewohnten Sichtweise sehen. Dafür steht übertragen der Kopfstand.
Das Ganze hat auch noch einen viel tieferen Sinn: Am Kopf befindet sich das Sahasrara Chakra, das Kronenchakra. Jetzt wird’s freaky – es ist die Verbindung zum Universum. Bevor ihr aber in andere Sphären abhebt, hier erstmal eine Anleitung für die erste Sprosse der Leiter ins Universum…

Positiver Effekt:

  • Fördert die Durchblutung zum Gehirn
  • Beruhigt den Geist
  • Stärkt die Wirbelsäule
  • Erhöht die Körpertemperatur

Wann sollte die Asana gemieden werden?

  • bei Bluthochdruck
  • bei Spondylose
  • bei vergrößerter Leber oder Milz
  • bei Wirbelgleiten
  • bei Anfängern während der Menstruation und während einer Schwangerschaft

Und so geht’s:

  1. Um die Wirbelsäule zu schützen, ist es wichtig, den Kopf an der richtigen Stelle am Boden aufzusetzen. Viele setzen den Kopf am Scheitel oder am Haaransatz auf – das ist falsch. Richtig ist

    Wo ist die Kopfkrone?

    die Kopfkrone. Dein Kopf steht in etwa an der richtigen Stelle, wenn der Ansatz deines Ohres   senkrecht zum Boden steht. Das ist natürlich sehr theoretisch und bei der einsamen Yogasequenz zu Hause kaum überprüfbar.
    Daher ein Tipp: Lege deine Handfläche an die Stirn – etwa auf Höhe der Augenbrauen. Strecke dann deine Finger aus und lege sie ab. Der Bereich, an dem dein Mittelfinger das Schädeldach berührt, sollte später den Boden berühren.

  2. Jetzt zur Arm-/Handhaltung. Verschränke deine Hände wie zum Gebet. Der untere kleine Finger soll dann nicht außen liegen, sondern innen an der

    Richtige Stellung der Hände

    Handfläche der anderen Hand.

  3. Ob du den Kopfstand an der Wand oder freistehend übst, bleibt dir und deinem Mut überlassen. Ich finde die Wand bei den ersten Versuchen hilfreich, da der Körper das Überkopfstehen vielleicht noch nicht gewöhnt ist und er sich so langsam anpassen kann. Achte aber darauf, dass du dich nach einigen Wochen von der Wand löst, um dich nicht allzu sehr an das standfeste Helferlein zu gewöhnen.
  4. Lege deine Ellenbogen im Vierfüßlerstand ab – Körper und Arme im

    Hände an der Wand

    90-Grad-Winkel.

  5. Wenn du an der Wand bist: Lege deine Hände, bzw. deine Fingerknochen ganz an der Wand ab.
  6. Lege jetzt deinen Kopf zwischen die Hände und an der Stelle ab, die du vorhin ermittelt hast.
  7. Passt alles? Dann hebe den Po und Strecke die Beine. Wandere nun mit geraden Beinen Richtung Kopf. Dabei wirst du merken, dass sich dein Schwerpunkt verlagert und dass dein Rücken gerader wird.  Vielleicht berührst du die Wand sogar leicht mit dem oberen Rücken (oder vielleicht sogar mit dem Po), das ist gut so, dann hast du den Schwerpunkt gut verlagert. Wichtig aber: Dein

    Vierfüßlerstand

    Rücken sollte so gerade wie möglich sein – Körperspannung.

  8. Hebe zum Test abwechselnd das linke, dann das rechte Bein. Ich fand’ es einfacher, mit gebeugten Beinen zu starten – ist einfacher für die Balance.
  9. Wenn du so weit bist, dann bringe das rechte oder linke Bein hoch zum linken oder rechten Bein. Dabei hilft eine gute Körperspannung: Lasse die Beine nicht wie leblose Äste herumhängen – spanne deine Muskulatur immer an.
  10. Wenn du oben bist: Achte darauf, nicht ins Hohlkreuz zu fallen.
  11. Wichtig: Hebe deine Schultern an – weg von den Ohren.
  12. Stehe zu Beginn etwa zehn bis fünf bis zehn Atemzüge. Später sollten es dann 25 bis 30 sein.
  13. Um aus der Übung herauszukommen, lasse nicht einfach deine Beine herunter plumpsen. Winkle deine Beine an und nutze dann die

    Richtung Kopf laufen

    Rumpfmuskulatur, um sanft und möglichst lautlos aus der Übung zu kommen. Für Geübte: Verlagere deinen Schwerpunkt so nach hinten, dass du mit ganz gestreckten Beinen und lautlos aus der Übung kommen kannst.

  14. Gebe danach deinem Körper Zeit, sich wieder an die Umwelt zu gewöhnen. Gehe kurz in den Herabschauenden Hund.

 

Und hier ein kurzes Video, wie ihr den Kopfstand üben könnt:

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.