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Yoga zu Hause

Gepostet am Mai 28, 2017 von in Yoga | Keine Kommentare

Die Heizung gluckert, der Kühlschrank surrt, die Uhr tickt und der Nachbar saugt mit einem Industriestaubsauger – erst einmal war da Zorn. Für diesen verregneten Samstagnachmittag hatte ich mir doch eigentlich vorgenommen, den totalen Yogi zu geben und zu Hause ein paar Übungen zu machen. Aber irgendwie habe ich mir das heute einfacher vorgestellt – die Hintergrundgeräusche lassen sich nämlich nicht so einfach abstellen. Egal. Da muss ich jetzt irgendwie durch. Wie? Mit meinen persönlichen Regeln fürs Zuhause-Yogieren:

Regel Nr.1: Alles eine Frage der Einstimmung

Im Yoga-Studio ist alles immer so clean und Feng-Shui-mäßig – im Gegensatz dazu schaut mein Zuhause aus wie das Kinderzimmer in einem Ikeakatalog. Es herrscht eben buntes Chaos. Und dann schreit das Sofa geradezu „Jogginghose an und aaaaaabgammeln“. Die allererste Home-Yoga-Stunde war für den A***. Seither mache ich das anders: Mein Zuhause bleibt mein Zuhause – so wie es ist. Aber ich nehme mir am Morgen vor, am Abend Yoga zu machen. Eben wie eine Stunde in meinem persönlichen Yoga-Studio. Spontan klappt bei mir nämlich nicht – nicht Zuhause im wenig meditativem Umfeld. Mit der richtigen Einstellung jedoch ist das viel einfacher. Und wer den Luxus hat: Ab in den Garten zum Yoga-machen.

Regel Nr. 2: Luftschloss

Frische Luft. Ganz wichtig. Denn hängt noch der Knoblauch vom Mittagessen in der Luft, ist’s irgendwie blöd. Das bedeutet: Lüften. Oder am Besten ein kurzer Spaziergang vorab. Wer die vier Stockwerke nicht runter laufen möchte, um im Regen abends um den Block zu laufen, der sollte wenigstens ein paar Atemzüge am Fenster nehmen.

Regel Nr. 3: Alles eine Frage der Stimmung 

Ich habe jetzt das Ritual, dass schon das Anziehen, Matte-Herrichten und Co. mit zum Yoga-Ritual gehört. Daher: Geht los zum Ramschladen um die Ecke und kauft euch Kerzen, packt eine Lichterkette mit in den Einkaufskorb. Denn auch wenn das Zuhause eben einfach chaotisch ist – es ist gemütlich. Ihr seid in euren vier Wänden, in eurem Wohlfühl-Schloss. Das kann euch kein Yoga-Studio dieser Welt bieten. Dieses Gefühl der Sicherheit lässt sich optimal nutzen. Bequeme Yoga-Kleidung an, Matte auf den Boden, Kerzen und Lichterkette an, restliche Beleuchtung aus.

Regel Nr. 4: Und dann: Hirn aus

Für mich die schwierigste aller Regeln. Denn wenn niemand da ist, der nochmal monoton flüsternd vorbetet, dass die Gedenken ziehen sollen, sagt auch mein Inneres Ich mir das nicht. Und die Grinsekatze in mir findet auch keine Ruhe. Daher: Ein paar Atemzüge im Lotussitz oder liegend einfach kurz durchatmen und dann so etwas wie Atemübungen machen. Mir hilft es immer, mich komplett auf eine Sache zu konzentrieren – zum Beispiel: Stellt euch einen ruhigen Fluss in eurer Nähe vor. Bei mir ist das die Donau. Und dann stellt euch vor, ihr liegt in einem Gummiboot auf dem Fluss und treibt an einem Sommerabend abwärts. Rechts und links eure Gedanken, die ihr am Ufer liegen lasst. Klingt komisch, funktioniert aber. Die Gedanken fliegen dann von selbst auf und davon. Hand auf den Bauch und fünfmal tief bewusst in den Bauch atmen. Danach in den Brustkorb.

Regel Nr. 5: Musik macht’s

Mit Musik geht immer alles einfacher. Is‘ so. Daher steht bei mir zuhaus‘ neben den Kerzen immer auch der Bluetooth-Lautsprecher (UE Boom 2). Musik hilft mir nicht nur, in die richtige Yoga-Stimmung zu kommen, sondern ist ganz neben bei auch so etwas wie mein persönlicher Timer: Nehme ich mir vor, eine Stunde Yoga zu machen, wähle ich die Playlist mit Lieder für eine Stunde. Ihr wollt das auch? Dann folgt wampediboo doch bei Spotify. Dort gibt’s Musik für jede Stimmung und jeden Geschmack. Hier geht’s zur wampediboo-60-Minuten-Playlist.

Regel Nr. 5: Ein Yogi für zuhaus‘ 

Ehrlich gesagt: Voll auf der Matte – also wie im Studio – stehe ich zu Hause trotzdem nicht immer. Also irgendwie brauche ich manchmal einen Yogi, der mir sagt, was zu tun ist. Daher habe ich mir Apps aufs iPad runtergeladen. Eine Übersicht findet ihr hier.

Regel Nr. 6: Same same

Hilfreich für eine konsequente Yoga-Stunde ist eine feste Übungsabfolge. Nimm dir am besten vorher schon einige Asanas vor – beispielsweise viel Balance (wie Baum, Krieger III, Adler), mit Umkehrhaltungen (Kopfstand, Schulterstand, Pflug) oder ohne, mit Rückbeugen (Kamel, Brücke) oder ohne. Ich nehme mir oft die Ashtanga-Serie vor. Das sind festgelegte Asana-Abfolgen. So bleibe ich auf jeden Fall bis zum Schluss auf der Matte.

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